Kennen Sie schon Sven Wangemann?


Sven Oliver Wangemann

  • Jahrgang 1958, deutsch-italienische Herkunft
  • 1983-87 Studium Staatliche Kunstakademie Düsseldorf
  • Meisterschüler der Akademie 1987
  • 1988-92  Reisen als Entwicklungshelfer in Asien, Westafrika und New Mexico
  • Seit 1993 verheiratet mit Angelika, drei Kinder
  • Ausbildung Kunsttherapie (APAKT HH) 1995
  • Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler
  • Als Freischaffender Künstler, Dozent und Kunstpädagoge in HH (1996-2006) und Lahr/Schwarzwald (seit 2006) tätig

Lebt und arbeitet seit 2006 in der Ortenau / BW, leitet Seminare u.Workshops seit 1994

  • Ausstellung „machen wir. Teil 6: wilde Ecken“18.03. – 18.04.2010         Eröffnung: Do, 18.03.2010 – 20.00 Uhr                                                                    Öffnungszeiten während der Ausstellung: Mi & Do 10 bis 20 Uhr (sowie nach Vereinbarung)          Galerie pack of patches – Lutherstrasse 160 D-07743 Jena
  • Ausstellung „Ortenale“, GALERIE LINDA TREIBER
    D 77955 ETTENHEIMMÜNSTER – MÜNSTERTALSTRASSE 34,                                                         Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 25. April um 15 Uhr statt – Dauer bis 09. Mai
     

Zu meinen Arbeiten

„Sagen wir mal so:
Was mich antreibt, sind zunächst mal die Beobachtungen, die ich mache, ich sehe irgend etwas, was mich neugierig macht. Dem will ich dann auf den Grund gehen indem ich meine Beobachtungen zu Papier bringe. Wenn ich sage: Auf den Grund gehen, dann meine ich damit, wenn ich etwas male oder zeichne, dann löst das Gedanken und Wahrnehmungen bei mir aus, die über das Gesehene hinaus gehen und auf irgend etwas Tieferes hinweisen. Das fließt dann in das Gezeichnete mit ein. Dabei erfährt man Vieles über sich selbst und über den Schöpfer und die Welt. Vielleicht ist das so meine ganz eigene Art von Meditation.

Das können also irgendwelche Gegenstände und Teile, Strukturen oder Merkmale von diesen sein. In der Natur finde ich sehr Vieles, was mich interessiert. Das können Pflanzen, Tiere aber auch ein paar Steine oder Landschaften sein.
Auch Gesichter haben immer schon meine Neugier geweckt und zur Darstellung angeregt. Es ist immer die Frage: Wer oder was bist Du?-  Es ist immer häufiger besonders die „zarte“ oder auch verletzbare Seite der Dinge oder Personen, die zu erkennen und darzustellen mich zunehmend interessiert. Vielleicht ein Kennzeichen des Älterwerdens?
Oft sind es auch gewöhnliche Alltagsgegenstände, die ich mit dem Stift in der Hand aus der Nähe betrachte. Manchmal erscheinen solche Zeichnungen später wie Illustrationen zu Geschichten –  oft mit satirischem Unterton – die vielleicht noch nicht geschrieben worden sind.
Bei genauerem Hinsehen hat eben alles auch eine komische Note oder wird bei eingehender Betrachtung plötzlich eigenartig fremd.

Ob ich irgendein Anliegen oder eine Botschaft damit verbinde? Sicher nicht vordergründiger oder tagespolitischer Art, „Silent night Chinese style“, die „Totentänze“  und einige Blätter aus den „Zeitgesichtern“ mögen eine Ausnahme sein… Nein, es ist eher so, dass mir schon Leute nach dem Betrachten meiner Bilder gesagt haben, es sei eine Ruhe und ein Sich-Einlassen auf einen Gegenstand der Betrachtung, die sich Ihnen mitgeteilt haben. Das haben sie dann irgendwie mitnehmen können und ihre eigene Wahrnehmung ihrer Umgebung hat sich dadurch spontan verändert. Das finde ich toll und das finde ich ganz wesentlich. Das ist mir zunächst mal Botschaft genug, finde ich. Aber vielleicht ändert sich das auch eines Tages? 

Ich höre auch manchmal von Künstlerkollegen, dass sie selbst auch wieder Lust aufs Zeichnen bekommen, nachdem sie meine Arbeiten gesehen haben. Das gefällt mir und ich freue mich darüber, wenn mehr Leute sich wieder intensiver damit beschäftigen. Ich glaube, dass Zeichnen im Vergleich zur Malerei so ähnlich wie Kammermusik zur Sinfonie ist und für mich ist das von jeher eine sehr spannende und komprimierte Ausdrucksform, ob es nun Streichquartette von Beethoven oder Berg oder aber Stücke von John Coltrane sind.

Habe ich Vorbilder? Klar, dazu muß ich vorwegschicken, dass es einige Zeit gebraucht hat, bis dass ich den Irrsinn abschütteln konnte, der uns an der Akademie eingetrichtert wurde: Keine Tradition, keine Vorbilder – du mußt das Rad neu erfinden, etwas tun, das noch niemand vorher getan hat und blablabla… Eben der von vorne herein falsche Ansatz der sog.“Moderne“, die bis heute zwangsläufig hinter ihren eigenen Zielen zurückgeblieben ist und das auch bleiben wird. Aus der Entwurzelung heraus entsteht nichts von wirklich überzeitlicher Bedeutung. Der selbstgestrickte Innovationszwang, den natürlich auch der schnelllebige Kunstmarkt propagiert, führt eher zu krampfigem Getue als zu echter bildnerischer Leistung.

Als mir das aufging, habe mich dann irgendwann dafür entschieden, mich ganz bewußt mit dem auseinander zu setzen, was vor mir gelaufen ist, was die Menschen in der Vergangenheit gemacht haben, deren bildnerische Arbeit ich besonders schätze. Ich will von ihnen lernen, mich quasi auf ihre Schultern stellen und meine persönlichen Schlüsse aus ihrer Arbeit ziehen. Das man meinen Arbeiten die innere Verwandtschaft zu diesem oder jenem anderen Künstler ansieht, stört mich nicht im geringsten. Ich kopiere ja nicht einfach irgendwas, sondern probiere und entwickle im Zuge dessen meine eigenen Ideen. Natürlich muß ich mich dabei auch an meinen Vorbildern messen lassen, was mich aber dauerhaft bescheiden hält…(lacht)

Wer sind nun solche Leute, solche Vorbilder? Da müßten wir weit ausholen. Sicher vor allen anderen die Meister des Barock: Rembrandt, Dürer – auch wegen ihrer reformierten Spiritualität. Aber natürlich auch querbeet andere wie Daumier, Corot bis zu unseren Tagen: ein zeichnender Bildhauer wie Hrdlicka, Horst Janssen ganz sicher und einige andere, die kaum einer kennt. Woimmer Leute auf alles Parfümierte verzichten wollen und sich der wirklichen Wirklichkeit zuwenden um sie zu durchdringen, da weckt das mein Interesse.

Wenn wir über das reden, was mich antreibt, dann ist da ausserdem noch ganz einfach diese Lust am Bildnerischen, am Zeichnen und Malen, seit ich denken kann. Seit ich vier oder fünf Jahre alt war, stand das ganz einfach fest: Zeichnen und Malen ist das, was du machen willst.“ –

(Auszug aus: S.Bobsien – Interviews und Künstlergespräche 2009)

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse. Erreichbar bin ich über:

E-Mail s.wang@live.de

telefonisch:  07808-911383 (privat), 0173-6206638 (mobil / Atelier)

Skype: sven.wangemann

Adresse: Sven Wangemann, Waldrain 5, 77749 Hohberg

Atelier: Sven Wangemann, Weiherstrasse 2, 77948 Friesenheim

Atelierbesuche nach Rückfrage möglich. Das Atelier ist in Google Maps / Google Earth zwecks Routenplanung auffindbar unter „artstudio friesenheim“.

Sämtliche auf dieser Webseite gezeigten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Die Kopie oder Vervielfältigung bedarf der Genehmigung des Autors. Kontakt:  s.wang@live.de

 

Physalis

Höhe: 15 cm Verkaufsoption: Festpreis
Breite: 21 cm Preis: Festpreis 150,00 €
Technik: Mischtechnik Postleitzahl: 77749
Bildträger: Papier-spezieller Ortschaft: Hohberg (D)
    Unterschrift: rechts unten

 

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