in memory of Dash Snow


Auf den ersten Blick pervers, bei genauerer Betrachtung ein Spiegel für unsere heutige perverse und verlogene Gesellschaft.

Dash Snow tut mir ehrlich gesagt sehr leid, er ist ein Opfer der Gesellschaft und seiner selbst.

Wenn heute Kunst zählt, welche mehr oder weniger schockierend wirkt und bis zu einem gewissen Grade die Perversion zum Kultstatus erhebt, so ist dies ein ganz deutlicher Beweis für ein wirklich kranke und irre Gesellschaft – weltweit.

Aus medizinischer Sicht wäre Dash Snow ein Kandidat für eine intensive Psychotherapie inklusive einer Suchtbehandlung gewesen mit der Option nach Therapieabschluss sich einer Selbsthilfegruppe für ehemalige Drogenabhängige anzuschließen.

Möglicherweise wollte oder konnte er dies nicht und hat seine “Therapie” in seinem Lebenswerk gefunden.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich jetzt die sogenannten selbsternannten Kunstkenner verstärkt für ihn interessieren, obwohl er dieses Interesse zu seinen Lebzeiten, wenn es ehrlich gemeint gewesen wäre, hätte bestimmt besser gebrauchen können.

Auch der einsame Tod in einer anonymen Umgebung ist eine Tragödie der besonderen Art, wie wir ihn von verschiedenen bekannten Künstlern und Stars schon allzu häufig erlebt haben.

Es lässt immer wieder auf eine vollständige Vereinsamung, dieser in der Regel exzentrisch, hochbegabten, aber was das Sozialverhalten und die dazu gehörenden Kontakte betrifft, im Grunde genommen armen Menschen, schließen.

Zum einen sind diese Persönlichkeiten Opfer zum anderen in gewisser Weise Märtyrer, die um des Bekenntnisses ihrer Überzeugung willen einen gewaltsamen Tod durch sich selbst erdulden.

Dash Snow wird mit Sicherheit nicht der Letzte in der Reihe dieser bedauernswerten Menschen sein, sein Werk ist außergewöhnlich, ohne Zweifel, aber eine Bewertung post mortem, auch in monetärer Hinsicht stellt wiederum die eigentliche Perversion der Kunstwelt und des Kunsthandels dar und beweist erneut wie inhuman und zweifelsfrei wirklich ver-rückt diese Welt gestrickt ist.

Das Wertesystem in der Kunstwelt ist absolut an der Realität des Lebens vorbei, der Spruch, nur eine toter Künstler ist ein guter Künstler beweist wiederum wie krank hier die Geister sind.

Wenn der Tod, diese Endstation, dazu herhalten muss um den Markwert eines Künstlers und seiner Werke zu steigern, ist dies für den Kunstmarkt ein wunderbares Geschäft und wiederum ein Beweis dafür, wie niedrig die Beweggründe der Kunsthändler und -Kritiker für Künstler und Kunst sind.

Möglicherweise war Dash Snow nicht in der Lage
dieses bunte Treiben zu durchschauen oder ihm entschieden entgegen zu treten.

Vielleicht war es ein Mangel an Selbstliebe und Selbstsicherheit um in letzter Konsequenz diesen finalen Fluchtweg als letztmögliche Chance zu ergreifen. –

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